"In den Trümmern der Klosterkirche zu Hude"
Zu den vergessenen historischen Stätten, denen Allmers zur gebührenden öffentlichen Aufmerksamkeit verhalf, gehört neben der Rudelsburg auch die Ruine des ehemaligen Zisterzienserklosters von Hude i. O. Zusätzlich zu dem Gedicht veröffentlichte er 1856 im 'Deutschen Kunstblatt' den Aufsatz 'Die Ruinen der Cisterzienserabtei Hude im Großherzogtum Oldenburg'. Der Oldenburger Archivar Georg Sello erklärte in seiner 1895 erschienenen Geschichte des Klosters, dass Allmers ihn zu seiner Studie angeregt habe.
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Sind auch ohne Dach die Reste Dieser mächtigen Abtei, Buchenlaub und Tannenäste Sorgen, daß es schattig sei |
Sonnenlicht und Wolkenschatten Spielen wechselnd ums Gestein, Und von oben strahlt der blaue Himmel durch's Gezweig herein. |
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Wallen keine Weihrauchwolken Vom Altare durch die Luft, Hauchen doch die alten Fichten Ihren würz'gen Waldesduft. |
Hoch auf Mauern, tief im Grunde, Hier im Schiffe, dort im Chor Ringt ein reiches Pflanzenleben Freudig sich zum Licht empor; |
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Meßgeläut und Mönchschoräle Schwiegen in den Mauern lang; Dafür dringt aus frischer Kehle Lust'ger Vöglein Waldgesang. |
Und ein selig stilles Träumen Ist's im eingeschloßnen Grün, Wo aus alten heil'gen Räumen Wieder junge Lieder blühn. |
Postkartengruss aus Hude an Hermann Allmers, den Wiederentdecker der Klosterruine