Das Allmers-Haus in Rechtenfleth

Aus Italien heimgekehrt ließ Allmers seit 1860 sein Haus und seinen Garten mit Hilfe seiner Künstlerfreunde neu gestalten. Der Wohnteil des Bauerngehöfts wurde aufgestockt und mit einem Stufengiebel versehen. Den Fassadenschmuck besorgte sein Bremer Freund, der Bildhauer Diedrich Kropp. Im Inneren schuf Allmers als Spiegel seiner Weltsicht und seines Schaffens übereinander liegend ein römisches Zimmer und den sog. 'Marschensaal'. Während der von Arthur Fitger ausgemalte Antikensaal der Aufstellung seiner Sammlung von Abgüssen der klassischen Bildhauerei diente, ließ Allmers den darüber liegenden Saal von Heinrich von Dörnberg, Erwin Küsthardt (nach Vorlage Otto Knilles), Hugo Händler und Arthur Fitger mit Gemälden zur deutschen Kulturgeschichte ausstatten. Der sechsteilige Marschenfries von Heinrich von Dörnberg macht das Allmers-Haus zu einem Geschichtsschrein der Landschaften an der deutschen Nordseeküste. Zugleich stellt er die regionale Geschichte in einen bildlichen Zusammenhang mit dem gemeinsamen Erinnerungsschatz der deutschen Nation. Mit dem Umbau seines Hauses verfolgte Allmers die Absicht, seiner Heimat einen künstlerisch-historischen Bildungsort zu schaffen. Dadurch wurde es schon zu Allmers' Lebzeiten zum ersten öffentlichen Museum zwischen Elbe und Weser.

Eigentümer des Hauses ist seit 1988 der Landkreis Cuxhaven, der sich 2008 aus der musealen Betreuung zurückzog. Aus diesem Grund sind die Öffnungszeiten stark eingeschränkt. 

 

Das Allmers-Haus, Mittelstr. 1, 27628 Sandstedt-Rechtenfleth, wird regulär an den Sonntagen des Sommerhalbjahrs (Mai-Oktober)  von 13:00 bis 17:00 Uhr von ehrenamtlichen Helfern für Besucher geöffnet. Rückfragen hierzu und Anmeldung von Gruppen bitte unter (04702) 810 oder an besuch@hermann-allmers.de. Führungen mit anschl. Kaffeetafel können gegenwärtig nicht angeboten werden. Eine Vermietung von Räumen für private Feiern ist ebenfalls bis auf  Weiteres nicht möglich.


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