"An mein altes Plaid"
Allmers mit Plaid, 1859 in ItalienDaß du dahin bist, altes, treues Plaid,
Ich kann's nicht sagen, wie so nah mir's geht.
Warst meiner schönsten Wanderzeit Genoß,
Da dein Geweb' mich freundlich noch umfloß.
[...]
Du warst sogar, gab's lust'ge Mummerei,
Als Toga oder Kutte gleich dabei.
Ich denk an alles das mein Leben lang,
Mein treues Plaid, hab' Dank dafür, hab' Dank.
„Der originellste von Papas auswärtigen Freunden war Hermann Allmers. [...] Überall, wo er, gehüllt in sein vorsintflutliches Plaid, dem er ein reizendes Gedicht gewidmet hatte, erschien, erregte Allmers das größte Aufsehen. Denn nicht nur seine Böcklinsche Erscheinung fiel auf, die wirkte wie ein Stück noch nicht Mensch gewordene Materie, sondern vor allem die Leidenschaftlichkeit, mit der er überall, wo er ging und stand, in den seltsamen Tönen seiner gaumenlosen Sprache reich mit Gesten illustrierte Erlebnisse vorführte." (Elisabeth Haeckel)